Verbraucherzentrale warnt vor Identitätsdiebstahl im Netz

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Internetkriminalität: Verbraucherzentrale warnt vor Identitätsdiebstahl im Netz
München (epd)

Anlässlich des Weltverbrauchertags am 15. März warnt die Verbraucherzentrale Bayern vor Identitätsdiebstahl im Internet. Ob durch Hackerangriffe oder Phishing-Mails - dass persönliche Daten in falsche Hände geraten, könne jeden treffen, erklärte die Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale, Tatjana Halm, am Dienstag laut Mitteilung. Besonders gefährlich sei es, wenn Kriminelle im Internet gestohlene Daten für Betrügereien missbrauchen. Die Fälle reichten von Einkaufstouren mit fremden Kreditkartendaten bis zu dubiosen Abbuchungen über die Handyrechnung.

"Damit es nicht dazu kommt, sind sichere Passwörter und das Erkennen von Phishing-Mails wichtig", betont die Verbraucherschützerin. Passwörter sollten mindestens 10 Zeichen lang und in keinem Wörterbuch zu finden sein. Empfehlenswert seien sogenannte kryptische Passwörter: Sie lassen sich mit Hilfe eines sogenannten Kryptonizers erzeugen, der aus einem einfachen Wort ein sicheres Passwort erstellt. Auch brauche jedes Nutzerkonto ein eigenes Passwort.

Häufig kämen Betrüger per Phishing-Mails an die Daten ihrer Opfer. Unter Phishing versteht man das Angeln (Fishing) nach Passwörtern. "Wer per E-Mail nach sensiblen Daten wie der Bankverbindung gefragt wird, sollte vorsichtig sein", warnt die Verbraucherzentrale. Haben Kriminelle bereits Geld vom Konto überwiesen, sollten Betroffene schnell handeln. "Informieren Sie Ihre Bank und sperren Sie die betroffenen Konten und Karten", rät Halm. Außerdem solle Strafanzeige gestellt werden.

Der Weltverbrauchertag wird jedes Jahr am 15. März begangen. Weltweit erinnern Verbraucherorganisationen an die Schutzinteressen der Verbraucher, an Verbraucherrechte sowie an die Notwendigkeit, sozialem Unrecht, ökologischem Raubbau und ökonomischem Machtmissbrauch zu begegnen.