Rechte für Kinder für die digitale Welt aktualisiert

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Rummelsberg (epd)

Für Kinder und Jugendliche in ihren stationären Wohngruppen hat die Rummelsberger Diakonie (Landkreis Nürnberger Land) den Rechtekatalog aktualisiert. Zum Internationalen Tag der Kinderrechte am 20. November erweitere der Sozialverband sein Handbuch besonders beim Thema Medien, teilte eine Sprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit. Den Rechtekatalog erhalten alle jungen Bewohnerinnen und Bewohner der Rummelsberger Wohngruppen. 840 Kinder und Jugendliche leben zur Zeit in einer heilpädagogischen, sozialpädagogischen oder therapeutischen Wohngruppe.

In "Deine Rechte" heißt es nun beispielsweise zum Datenschutz: "Niemand hat das Recht dazu, ungefragt Bilder von mir ins Internet oder soziale Netzwerke zu stellen." Das Brief- und Datengeheimnis beziehe sich jetzt in erster Linie auf E-Mails, digitale Nachrichten und Chatverläufe. Damit passe man sich der Lebensrealität der Mädchen und Jungen an, hieß es.

Neben dem Rechtekatalog gibt es in den Wohngruppen auch Möglichkeiten sich zu beschweren. Jugendlichen-Haussprecher, Vertrauens-Erzieherinnen, Beschwerdebriefkästen und externe Ombudsfrauen und -männer sind nun auf einer Website aufgeführt. Die Jugendlichen finden dort Telefonnummern, externe Ansprechpartner und ein Kontaktformular für Beschwerden und Anregungen, sagte Thomas Grämmer, fachlicher Leiter der Rummelsberger Dienste für junge Menschen. Eine von den Jugendlichen gewünschte WhatsApp-Nummer sei geplant, verzögere sich aber aus Datenschutzgründen, berichtete Grämmer.

Laut Statistik waren im Jahr 2018 bundesweit 95.000 Kinder oder Jugendliche bundesweit in einer stationären Wohngruppe der Kinder- und Jugendhilfe untergebracht. Sie haben unterschiedlich schwere, oft traumatische biografische und familiäre Erfahrungen gemacht.

Am 20. November 1989 verabschiedeten die Vereinten Nationen die UN-Konvention über die Rechte des Kindes.