Sulzbach-Rosenberg, Nabburg (epd).

Zu einer Aufführung, die sich mit den Ursprüngen des Christentums in der nördlichen Oberpfalz beschäftigt, lädt das evangelische Dekanat Sulzbach-Rosenberg am 17. und 18. September ein. Erzählt werde die „Legende der Hugeburc“, teilte das Dekanat am Donnerstag mit.

Die Nonne Hugeburc war die Biografin der Missionare Wunibald und Willibald, die im 8. Jahrhundert weite Teile Mittelfrankens und der nördlichen Oberpfalz christianisierten und aus deren Familien sie stammte. Hugeburc gilt als eine der ersten Schriftstellerinnen auf deutschen Boden und stammt aus dem englischen Angelsachsen. Die Lebensgeschichte dieser historischen Figur werde in sechs anschaulichen Episoden erzählt.

Zusammen mit der Amberger Autorin Christina Wagner hat der Sulzbach-Rosenberger Dekanatskantor Gerd Hennecke eine Multimediaaufführung konzipiert, in der sich Musik, Bild, Raum sowie Darstellung zu einer künstlerischen Einheit verbinden.

Musikalisch wird die Geschichte von dem Mittelalter-Ensemble Ars Lunetis geprägt, das von Andreas Schmidt, einem Spezialisten für frühmittelalterliche Musik, geleitet wird. Daneben erklingt meditativ-mystische Musik, die Hennecke für die sechs Lebensabschnitte der Hugeburc komponiert hat. Die Aufführungen finden in der Simultankirche St. Josef von Niederändt am 17. September und der ehemaligen Burgkapelle Nabburgs, der heutigen evangelischen Laurentiuskirche, am 18. September jeweils um 20 Uhr statt. (00/3080/01.09.2022)