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Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg
Sulzbach-Rosenberg (epd).

Das Herbstprogramm des Literaturarchivs Sulzbach-Rosenberg steht 2022 im Zeichen des 100. Geburtstags seines Gründers Walter Höllerer. Die Ausstellung „Ich sah, ich hörte.“ - benannt nach einem 1963 veröffentlichten Gedicht - begebe sich auf Spurensuche im lyrischen Werk Höllerers, teilte das Literaturarchiv am Mittwoch mit. Höllerer (1922-2003) wurde in Sulzbach geboren. Sein Geburtstag jährt sich am 19. Dezember 2022 zum 100. Mal.

Nach der Eröffnung der laufenden Jubiläums-Ausstellung (bis 23. Dezember 2022) ist am 29. September eine Lesung mit Judith Hermann und ihrem neuen Roman „Daheim“ geplant. Sie stehe unter dem Motto „Provinz ist eine Möglichkeit“ - eine Perspektive weg von den Metropolen, die Höllerer selbst einnahm und mit der Gründung des Literaturarchivs untermauerte. Ebenfalls unter diesem Motto lesen und diskutieren laut Mitteilung die Autoren Johannes Laubenheimer und Christoph Peters am 26. Oktober über das „Weggehen und Wiederkommen“.

Als weiterer Gast ist auch die Büchner-Preisträgerin 2022 Emine Sevgi Özdamar angekündigt, mit einer Lesung aus ihrem aktuellen Roman „Ein von Schatten begrenzter Raum“ (8. November). Am 1. Dezember ehrt das Literaturarchiv Walter Höllerer mit einer Gala und einem Festvortrag von Professor Ernst Osterkamp, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Walter Höllerer war Schriftsteller, Literaturkritiker, Literaturwissenschaftler und von 1959 bis 1988 Professor für Literaturwissenschaft an der TU Berlin. Außerdem gehörte er der Gruppe 47 an und war Gründer der Zeitschrift Akzente und des Literarischen Colloquiums Berlin. (00/3146/07.09.2022)