Kirche vergibt Medienpreise für Print-Beiträge über Digitalisierung

Deutsche Tageszeitungen.
Landeskirche vergibt Medienpreise für Print-Beiträge
München (epd)

Die bayerische evangelische Landeskirche hat ihren mit insgesamt 11.000 Euro dotierten Print-Medienpreis vergeben. Mit der Auszeichnung zum Thema "Wie viel Digitalisierung braucht der Mensch?" wolle man die Bedeutung des Qualitätsjournalismus für den Zusammenhalt der Gesellschaft und den demokratischen Diskurs unterstreichen, heißt es in einer Mitteilung der Landeskirche vom Mittwoch. In der Kategorie Tageszeitung bedachte die Jury "Handelsblatt"-Redakteur Christian Rickens für seinen Beitrag "Datistisches Manifest" mit einem Preis in Höhe von 2.500 Euro. Ein weiterer ebenfalls mit 2.500 Euro dotierter Preis geht in der Kategorie Magazin an Laura Meschede für den im "SZ-Magazin" veröffentlichten Beitrag "Die Mensch Maschine". Zusätzlich werden die "Nürnberger Nachrichten" und das "Main Echo" (Aschaffenburg) für ihre Serien zum Wettbewerbsthema mit jeweils einem Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro ausgezeichnet.

Im Rahmen des Medienpreises, der bereits zum siebten Mal ausgeschrieben wurde, hat die Landeskirche zum ersten Mal einen eigenen Nachwuchspreis ausgelobt. Zu einem frei gewählten Thema konnten ausschließlich angehende Journalistinnen und Journalisten, die gerade ihre Ausbildung an einer Journalistenschule oder Akademie absolvieren, Texte einreichen. Diese vier Preise, die jeweils mit 1.000 Euro dotiert sind, wurden von der Evangelischen Bank und dem Evangelischen Siedlungswerk gesponsert. Ausgezeichnet wurden Christopher Bonnen (Deutsche Journalistenschule) für seinen in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" erschienen Beitrag "Der Kaiser von Coupon", Sofie Czilwik (Evangelische Journalistenschule) für "Das muss echte Liebe sein" (Magazin "Einsichten 17"), Luisa Hommerich (Henri-Nannen-Schule) für ihren in der "ZEIT" publizierten Beitrag "Dann heben sie die Faust" und Claudio Rizello (Henri-Nannen-Schule) für seinen Beitrag "Nächster Gang", der im "Spiegel" veröffentlicht wurde.

Die Preise werden im Rahmen des Medienempfangs der bayerischen Landeskirche am 14. Mai von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in München übergeben. Den Vorsitz der Jury hatte die Münchner Regionalbischöfin und Publizistin Susanne Breit-Keßler. Die Sonderpreise wurden gemeinsam von der Evangelischen Bank und dem Evangelischen Siedlungswerk gestiftet, ein weiterer vom Evangelischen Presseverband für Bayern (EPV). (00/1448/17.04.2019)