Katholischer Medienpreis für ARD-Doku "Wie Gott uns schuf" verliehen
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Symbolbild
München, Bonn (epd).

Am Donnerstagabend ist die ARD-Doku „Wie Gott uns schuf - Coming-out in der Katholischen Kirche“ mit dem Katholischen Medienpreis ausgezeichnet worden. Der mit 5.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an das Autoren-Team Hajo Seppelt, Katharina Kühn, Marc Rosenthal und Peter Wozny, teilte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) am Donnerstag mit. Der Festakt fand während des Katholischen Medienkongresses (2.-4. November 2022) im LVR Landesmuseum in Bonn statt.

Der Film erzählt das Coming-out von 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der katholischen Kirche. In ihrer Laudatio nannte die Journalistin und Moderatorin Anne Will den Film eine „kollektive Erleichterung“: „Es brauchte diesen Film, damit 100 von ihnen den Mut fanden, sich zu öffnen. Der Film ist damit mehr als ein Film. Er ist ein monumentaler Befreiungsschlag.“

Kardinal Reinhard Marx (München und Freising), Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz, betonte in seiner Ansprache laut Mitteilung: „Ohne einen starken und unabhängigen Journalismus können wir die Krisen unserer Zeit nicht meistern.“ Die Kirche stehe in der Verantwortung, den Journalismus zu stärken, denn „Medien schaffen Diskursräume“, die die Menschen zusammenführten, sie kritisierten und offenbarten Fehlentwicklungen und Missstände, „natürlich auch in der Kirche“, sagte Kardinal Marx.

In der Kategorie Printmedien, dotiert mit 2.500 Euro, wurde Tobias Scharnagl für sein Dossier über ein jüdisches Altenheim in Frankfurt am Main „Mein Zuhause ist Deutschland, trotz allem“ (erschienen in DIE ZEIT am 10. Juni 2021) ausgezeichnet. Den Medienpreis in der Kategorie Radio (dotiert mit 2.500 Euro) erhielt Britta Rotsch für „Der rosa Elefant im Klassenraum - Machtmissbrauch in der Schule“, ausgestrahlt am 8. April 2022 in Deutschlandfunk Kultur. (00/3815/03.11.2022)