Bedford-Strohm: Digitale Kommunikation ist während Corona ein Segen

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Tutzing (epd)

Während der Corona-Einschränkungen ist die digitale Kommunikation für den bayerischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm ein "Segen". Denn viele Veranstaltungen, die für die gesellschaftliche Gemeinschaft und den sozialen Zusammenhalt wichtig sind, würde es ohne Videokonferenzen und elektronische Formate schlicht gar nicht geben, sagte der Bischof in seiner Videoansprache bei dem digitalen Jahresempfang der Evangelischen Akademie Tutzing. Ohne diese Kommunikation wäre die Gefahr noch größer, "dass Formen der Gemeinschaft in unserer Gesellschaft erodieren, die wir dringend brauchen".

Zum Thema des Jahresempfangs "1700 Jahre Judentum in Deutschland" sagte Bedford-Strohm, dass dieses Jubiläum eine Gelegenheit sein sollte, den großen Beitrag jüdischer Menschen für die religiösen und kulturellen Traditionen Deutschlands sichtbar zu machen. "Wir wissen in der Breite viel zu wenig über das gelebte Judentum in Deutschland", sagte der Bischof, der auch Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, laut Redemanuskript. Denn aus dem Judentum seien Inspirationen jenseits religiöser und weltanschaulicher Grenzen gekommen.

Die ökumenische Kampagne "#beziehungsweise - jüdisch und christlich näher als du denkst" wolle zeigen, wie wichtig und eng die Beziehungen von Christentum und Judentum sind. Dieses bundesweite Projekt transportiere wichtige Erkenntnisse des jüdisch-christlichen Dialogs in die Breite der Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen, sagte der Bischof.