Motettenchor startet mit musikalischer Rarität in die Konzertsaison

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Der Münchner Motettenchor
München (epd).

Mit einer musikalischen Rarität startet der Münchner Motettenchor in die neue Konzertsaison. Das in Deutschland kaum gespielte Werk „The Bavarian Highlands“ von Edward Elgar bringt der renommierte Konzertchor am 25. September als erstes Konzert nach der Corona-Pause in der Münchner Matthäuskirche, sagte Chorvorstand Michael Langer am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Wie Chorleiter Benedikt Haag erläuterte, sei dieses Werk vor allem in München besonders reizvoll. Denn Elgar habe bei mehreren Urlaubsaufenthalten in Oberbayern sechs verschiedene Szenen des dörflichen Lebens musikalisch aufgegriffen, seine Frau habe dazu auf der Grundlage von Volksliedern die Texte geschrieben. Deshalb seien in dem Werk auch Anklänge an Kuhglocken zu hören.

Nach der Corona-Unterbrechung steigt der Chor aber auch wieder in sein traditionelles Konzertangebot ein: Am Ewigkeitssonntag (21.11.) steht im Herkulessaal das Mozart-Requiem auf dem Programm, am Karfreitag (14. April 2022) statt der gewohnten Bach-Passionen das Passionsoratorium von Carl Loewe, die Marienvesper von Monteverdi am 23. Juli 2022. Als offenes Angebot und meditative Einstimmung auf das Wochenende findet wieder die „Münchner Motette“ am frühen Freitagabend in der Matthäuskirche statt. Am ersten Weihnachtsfeiertag gestaltet der Chor musikalisch den Gottesdienst mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, der auch im BR-Fernsehen übertragen wird.

Insgesamt sei der Chor gut durch die Corona-Einschränkungen gekommen, sagte Chorleiter Haag. Während des Lockdowns hätten bewusst keine digitalen Chorproben stattgefunden, denn vor den Bildschirmen könne er seine Sängerinnen und Sänger nicht hören, sei ein „Chorklang“ nicht möglich. Die Einschränkungen hätten aber auch gezeigt, wie unverzichtbar für die Sängerinnen und Sänger das gemeinsame Singen ist, weshalb der Motettenchor auch keine Mitglieder verloren habe. Wie Chorvorstand Michael Langer ergänzte, sei der Chor auch finanziell während der Corona-Krise über die Ruden gekommen. Allerdings müssten neue Konzerte genau nach den unter Corona-Bedingungen möglichen Platzkapazitäten kalkuliert werden.