München, Oberschleißheim (epd).

„Früher war mehr Lametta“: Eine neue Sonderausstellung in der Flugwerft Schleißheim beleuchtet Redewendungen und Begriffe, die aus der Fliegersprache stammen. Für den „Bombenteppich“ sei der Ursprung vielleicht noch naheliegend, doch für das Loriot'sche „Lametta“ oder „sich verfranzen“ sei die Herkunft doch überraschend, teilte das Deutsche Museum in München am Donnerstag mit. Die Sonderausstellung „Bombenwetter“ beginnt am Freitag (2. September) und dauert bis 28. Februar 2023.

Die Ausstellung trage zahlreiche Beispiele für Begriffe mit Bezug zur Luftfahrt zusammen, heißt es: etwa „Murphys Gesetz“, „etwas auf dem Schirm haben“, „Blockbuster“, „am Boden zerstört sein“ oder „schräge Musik“. Die Schlagworte würden dabei auf großformatigen Modulen präsentiert, ergänzt durch passende Exponate und Erklärtexte.

„Das Fliegen faszinierte die Menschen von Beginn an, und der Luftkrieg wurde in populären Medien als ritterlicher Kampf stilisiert“, sagte Rolf-Bernhard Essig, der die Wanderausstellung für das Militärhistorische Museum der Bundeswehr - Flugplatz Berlin-Gatow mitkuratiert hatte. So seien Fachbegriffe und Redensarten aus der Flieger- in die Alltagssprache gewandert. Mit „Lametta“ wird übrigens nicht nur Weihnachtsschmuck bezeichnet, als „Lametta“ gelten auch Dienstgradauszeichnungen auf Brust und Schulter bei der Bundeswehr. (00/3081/01.09.2022)