Söder, de Maizière und Bedford-Strohm beim Hesselberg-Kirchentag

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Evangelisches Bildungszentrum Hesselberg
Gerolfingen (epd).

Nach zwei Jahren Corona-Zwangspause soll es am Pfingstmontag (6. Juni) wieder einen Bayerischen Kirchentag in Präsenz auf dem Hesselberg geben. Prominente Gäste haben bereits ihr Kommen angekündigt: Neben Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm wollen unter anderem auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Thomas de Maizière als Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags (DEKT) 2023 in Nürnberg zur 69. Auflage der Veranstaltung kommen. Das Motto des Bayerischen Kirchentags in diesem Jahr lautet „Zusammenhalten“.

Dass der Kirchentag auf alle Fälle in Präsenz stattfinden wird, davon geht Diakon Matthias Hellmuth fest aus. Bei ihm laufen die Organisations-Fäden für die publikumsstärkste und größte evangelische Freiluft-Veranstaltung Süddeutschlands zusammen. Lediglich bei einzelnen Veranstaltungspunkten seien noch Abstriche möglich - zum Beispiel bei der Kirchennacht am Sonntagabend für junge Leute. Dort geht es in einem Zelt nämlich ein bisschen „kuscheliger“ zu als auf der großen Wiese mit viel Platz, auf der Freiluft-Gottesdienst und die Hauptversammlung geplant sind.

Eine besondere Aktion beim „Markt der Möglichkeiten“, der heuer auch wieder stattfinden soll, ist die Handy-Sammel-Aktion der „HandyAktion Bayern“. Dabei soll das Gewicht von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm mit alten, defekten oder ungenutzten Mobiltelefonen aufgewogen werden. Angepeilt haben die Organisatoren laut landeskirchlichem Partnerschaftszentrum Mission EineWelt mehr als 1.000 Altgeräte. Die „HandyAktion Bayern“ will die verbauten wertvollen Rohstoffe wiederverwerten - und so die umweltschädliche Gewinnung neuer Rohstoffe vermeiden.

Der Hesselberg-Kirchentag hat eine lange Geschichte: Pfingstmontag 1951 eröffnete der damalige bayerische Landesbischof Hans Meiser auf dem 689 Meter hohen Berg die Landvolkshochschule, daraus entwickelte sich der Kirchentag. Die Besucher kommen heute vor allem aus Mittelfranken und Württemberg. Auf dem Berg liegt ein dunkler historischer Schatten: Von 1933 bis 1939 fanden dort die „Frankentage“ des NS-Regimes mit bis zu 100.000 Zuhörern statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Hesselberg bewusst zum Ort christlicher Bildung gemacht. (00/1391/12.04.2022)