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WDR-Intendant Buhrow: "Aufklärung läuft in geordneten Bahnen"
Köln (epd). Die Aufarbeitung der meisten Fälle sexueller Belästigung im Westdeutschen Rundfunk (WDR) ist abgeschlossen. Das teilte Intendant Tom Buhrow am Dienstag bei der Sitzung des WDR-Rundfunkrats in Köln mit, ohne Einzelheiten zu nennen. "Die Aufklärung läuft in geordneten Bahnen", sagte er. Die vom Sender als externe Beraterin eingesetzte frühere EU-Kommissarin Monika Wulf-Mathies (SPD) führe letzte Gespräche. Wie eine WDR-Sprecherin bestätigte, geht es um die Aufarbeitung von insgesamt mehr als zehn Fällen.

Seit Anfang April hatten verschiedene Medien über mutmaßliche Fälle sexueller Belästigung durch verschiedene WDR-Mitarbeiter berichtet, die in manchen Fällen mehrere Jahrzehnte zurückliegen sollen. Wegen entsprechender Vorwürfe kündigte die Rundfunkanstalt einem langjährigen Auslandskorrespondenten sowie auch dem ehemalige Leiter des Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie, Gebhard Henke. Beide Männer reichten Kündigungsschutzklagen vor dem Arbeitsgericht ein.