Kultur
Quellen zu "Luther in Laach" und Reformationsjubiläum im Internet
Koblenz, Speyer (epd). Das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) hat die Forschungsergebnisse der Ausstellung "Luther in Laach" und Quellen zum Reformationsjubiläum 2017 im Internet veröffentlicht. Die Dokumente seien nun auf der Internetseite des LBZ und im Digitalisierungsportal "dilibri" der Bibliotheken in Rheinland-Pfalz öffentlich zugänglich, teilte das Zentrum in Koblenz mit. Die Ausstellung über Martin Luther als "Reformkatholiken" sowie die Ursprungs- und Wirkungsgeschichte der von Wittenberg ausgehenden Kirchenreformbewegung war vom LBZ und der Benediktinerabtei Maria Laach gemeinsam erarbeitet worden. Sie wurde in Maria Laach, Koblenz, Berlin und Speyer gezeigt.

Auch nach dem Jahr des 500. Reformationsjubiläums gehe die wissenschaftliche Diskussion um Luther und die Folgen der Reformation weiter, sagte die LBZ-Leiterin Annette Gerlach. Für die weitere Forschung zur Reformation, der Bedeutung Luthers und Fragen des Amts- und Kirchenverständnisses sowie der Eucharistie stünden damit neue wichtige Quellen zur Verfügung. Die Laacher Ausstellung zu Luther und zur Reformationsgeschichte mit besonderen Exponaten der renommierten Klosterbibliothek habe zahlreiche Besucher angezogen. Sie habe auch einen ökumenischen Impuls gegeben.

"Luther wollte die Reform seiner Kirche", sagte Gerlach, "er wollte aber keine Reform, die zur Spaltung führt." Vielmehr sei es dem Reformator um einen geistlichen Aufbruch gegangen, nicht aber um einen kirchlichen Bruch. Auch nach dem Reformationsjahr müssten zahlreiche Fragen von der Wissenschaft diskutiert werden, hieß es. Schon jetzt aber gebe es für Christen unterschiedlicher Konfessionen viele Möglichkeiten der Gemeinsamkeit.