Kultur
"Ein Fest für die Augen"
Picasso-Museum zeigt Avantgarde und Volkskunst Afrikas im Dialog
Münster (epd). Unter dem Titel "Ein Fest für die Augen" zeigt das Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster derzeit die private Kollektion eines westfälischen Sammlers. Mit Gemälden, Grafiken und Skulpturen treffe die europäische und außereuropäische Avantgarde auf die Volkskunst Afrikas sowie asiatische Kunst, erklärte das Museum. Zeitgleich präsentiert das Museum unter dem Motto "Honoré Daumier - Die menschliche Komödie" rund 100 Lithographien, die es vor wenigen Monaten als Schenkung bekommen hat. Beide Ausstellungen sind bis zum 28. April zu sehen.

Den Höhepunkt der Schau "Ein Fest für die Augen" bildet den Angaben nach eine Gruppe von Khmer-Skulpturen im Dialog mit zwölf Bildern von Mark Tobey, einem Vertreter des Abstrakten Expressionismus in Amerika. Zudem stehen afrikanische Masken und Skulpturen aus Mali, Gabun, Kamerun und Nigeria Vertretern der Klassischen Moderne wie Picasso gegenüber. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellungen liegt demnach auf zeitgenössischen in Deutschland lebenden Künstlern wie Tony Cragg, Carsten Gliese, Christoph Worringer und Milo Köpp.

Die Daumier-Ausstellung zeige Grafiken, die "überzeitliche, menschliche Schwächen" beschrieben, die heute ebenso aktuell wie im 19. Jahrhundert seien, erklärte das Museum. Zu sehen sind Szenen zum politischen und gesellschaftlichen Zeitgeschehen sowie Blätter aus den beliebten Serien der "Bankiers" und "Juristen". Diese habe der Maler und Zeichner wie kaum einen anderen Berufsstand regelmäßig kritisch unter die Lupe genommen. Honoré Daumier sei von den Meistern der Moderne wie van Gogh, Degas, Pissaro und Picasso äußerst geschätzt worden, hieß es.