Medien
Drei Produktionen im Rennen um Hörspielpreis der Kriegsblinden
Düsseldorf (epd). Drei Produktionen konkurrieren in diesem Jahr um den 67. Hörspielpreis der Kriegsblinden. Die Auszeichnung wird am 29. Mai in Köln vergeben, wie die Film- und Medienstiftung NRW in Düsseldorf mitteilte. Der Gewinner des undotierten Preises wird bereits am 17. Mai bekanntgegeben.

Nominiert sind "Coldhaven" von John Burnside (SWR), "Geister sind auch nur Menschen" von Katja Brunner (SRF) und "Gold.Revue" von Jan Wagner (Deutschlandfunk/SWR). In "Coldhaven" geht es um ein fiktives schottisches Küstendorf, das im Bann des geheimnisvollen Verschwindens einer 15-Jährigen steht. Die Produktion "Geister sind auch nur Menschen" schildere Szenen aus einem Seniorenheim und beschreibe das Leben dort als "eine Zwischenwelt an der Grenze von Leben und Tod", erklärte die Stiftung. Das Hörspiel "Gold.Revue" präsentiere eine "poetische Szenenfolge", die die katastrophalen Folgen eines Goldrauschs für Mensch und Gesellschaft schildere.

Der Hörspielpreis der Kriegsblinden geht seit 1952 jährlich an ein deutschsprachiges Original-Hörspiel, das in herausragender Weise die Möglichkeiten der Kunstform umsetzt und erweitert. Verliehen wird die Auszeichnung vom Bund der Kriegsblinden sowie der Film- und Medienstiftung NRW. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Sibylle Berg, Elfriede Jelinek und Christoph Schlingensief.