Kultur
Dix-Porträt von Mäzenin Ey nun Eigentum der Kunstsammlung NRW
Düsseldorf (epd). Das Porträt der Düsseldorfer Kunsthändlerin und Mäzenin Johanna Ey von Otto Dix ist nun Eigentum der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Das 1924 entstandene Porträt konnte mit Unterstützung des Landes, der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Kulturstiftung der Länder gekauft werden, wie die Stiftung Kunstsammlung in Düsseldorf mitteilte. Bislang hing das Porträt als Leihgabe aus Privatbesitz in der Landesgalerie. Zur Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen gehören in Düsseldorf die Kunstsammlung K20, das K21 Ständehaus und das Schmela Haus.

Während seiner drei Düsseldorfer Schaffensjahre ab 1922 entwickelte Otto Dix (1891-1969) seine Handschrift, im engen Kontakt zu Künstlergruppe "Das Junge Rheinland", wie die Kunstsammlung erläuterte. In dieser Zeit habe sich der Künstler vom expressiven Dadaisten zum neusachlichen Porträtisten gewandelt, der seine Mitmenschen schonungslos im Bild fixiert habe. Zu Dix' ersten Kontakten im Rheinland gehörte auch Johanna Ey, die sich früh für ihn einsetzte und dem noch unbekannten Künstler im September 1920 erste Verkäufe meldete. Später nahm "Mutter Ey" den jungen Mann bei sich auf und machte ihn zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten ihres Kunsthandels.

Dix' Porträt verschaffte der Kunsthändlerin und Galeristin einen großen Auftritt in der Tradition barocker Herrscherporträts. Der Szenerie mit wallend gebauschtem rotem Vorhang und violetter spanischer Robe widerspreche die bäuerliche Bodenständigkeit der fülligen Person mit ihren derben Händen und dem durchdringenden Blick, erklärte die Kunstsammlung.