Kultur
2019 erscheint Briefmarke mit Porträt von Else Lasker-Schüler
Wuppertal (epd). Auf Betreiben der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft wird im kommenden Jahr eine Briefmarke zum 150. Geburtstag der jüdischen Dichterin (1869-1945) erscheinen. Wie die Gesellschaft in Wuppertal mitteilte, ist für 2019 zudem ein Symposium an der Bergischen Universität Wuppertal zu Ehren der Lyrikerin geplant. Bereits 1975 hatte es eine Briefmarke mit dem Porträt von Lasker-Schüler gegeben.

Zudem soll es im Gedenken an die Dichterin Tanzaufführungen, Konzerte und Stadtführungen geben. Partner sind die Wuppertaler Bühnen, die Stadtbibliotheken Wuppertal und Solingen sowie das von der Bethe-Stiftung initiierte Zentrum für verfolgte Künste in Solingen. Die Schauspiele, Bücher und Bilder der in Elberfeld geborenen Lasker-Schüler galten im Deutschland der NS-Zeit als "entartet".

Die Gesellschaft stellt nach eigenen Angaben dem Von der Heydt-Museum in Wuppertal für eine Ausstellung insgesamt 23 Originalzeichnungen von Else Lasker-Schüler zur Verfügung. Weiter ist ein Theaterstück über die "Königin der Bohème" für diverse Schauspielhäuser in NRW und in Israel vorgesehen.

Die 1869 in Elberfeld geborene Lasker-Schüler verfasste Lyrik, Romane, Essays und Theaterstücke, zudem malte sie und illustrierte ihre Bücher selbst. 1937 wurden 104 ihrer Zeichnungen aus der Berliner Nationalgalerie als "entartet" diffamiert und beschlagnahmt. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg war die geborene Jüdin die zentrale Figur der künstlerischen Avantgarde in Berlin. Im April 1933 emigrierte sie und starb im Januar 1945 in Jerusalem. Die Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft wurde 1990 gegründet und hat das Ziel, das literarische und künstlerische Werk der Dichterin zu pflegen und als wichtigen Beitrag zur deutsch-jüdischen Kultur lebendig zu halten.