Medien
SWR begleitet Patienten in die Klinik und plant Doku über Kandel
Mainz, Stuttgart (epd). Eine neue Sendereihe im SWR-Fernsehen wird Patienten bei Arztterminen und Klinikaufenthalten begleiten. Das zunächst auf acht Folgen ausgelegte Magazin "Der Gesundheitscoach" werde jeweils eine häufige Krankheit wie Gelenkschmerzen, Prostataprobleme oder Übergewicht thematisieren, kündigte Intendant Peter Boudgoust in Mainz an. Die bisher gedrehten Folgen sollen im Herbst an Montagen im Abendprogramm gesendet werden. Der Starttermin steht aber noch nicht fest. Mit der Sendereihe will der SWR auf die verbreitete Unsicherheit vieler Patienten reagieren.

Immer mehr Menschen hätten Zweifel, ob sich ärztliche Empfehlungen tatsächlich nur am Wohl der Patienten orientieren oder auch wirtschaftliche Überlegungen eine Rolle spielen, sagte der für die Sendung verantwortliche Arzt und SWR-Journalist Lothar Zimmermann. Als "Gesundheitscoach" wolle er eine Vermittlerrolle zwischen Medizinern und Patienten übernehmen. Die aufwendig produzierten Folgen seien jeweils in Kliniken gedreht worden, die bei der Behandlung bestimmter Krankheiten einen guten Ruf genießen.

In den kommenden Monaten will der Südwestrundfunk auch mit einer Reihe außergewöhnlicher Reportagen punkten. So arbeitet ein gemeinsam von SWR und HR produzierter Film mit dem Titel "Das Mädchen und der Flüchtling" am 4. Juni zwei Gewalttaten im pfälzischen Kandel und in Darmstadt auf, die in den vergangenen Monaten ein erhebliches öffentliches Echo ausgelöst hatten. Im Herbst bereitet sich der Sender auf eine umfangreiche Berichterstattung zur Bergung einer vor über 160 Jahren im Rhein versunkenen Dampflokomotive vor. Neben einer ganzen Reihe von Dokumentarfilmen ist am 21. Oktober auch eine dreistündige Live-Berichterstattung von der Bergungsaktion geplant.

Auf die Frage, ob es einen weiteren Mainzer "Tatort" mit Heike Makatsch als Ermittlerin geben wird, hielt sich SWR-Intendant Boudgoust noch bedeckt. Das sei möglich, sagte er. Auch ein weiterer Fall in Mainz sei denkbar, es gebe aber noch keine konkreten Pläne. Mit dem zweiten Makatsch-"Tatort" sei er "sehr zufrieden" gewesen und "das Publikum offenbar auch". (0964/03.05.2018)

epd lmw/lbw kp ds