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Gericht: "Kontext" darf Namen eines AfD-Mitarbeiters nicht nennen
Mannheim, Stuttgart (epd). Die Wochenzeitung "Kontext" darf den Namen eines Mitarbeiters zweier baden-württembergischer AfD-Landtagsabgeordneter nicht mehr im Zusammenhang mit teils rassistischen Chat-Protokollen nennen. Das entschied das Landgericht Mannheim. Die Kammer habe sich nicht davon überzeugen können, dass der Chatverlauf von dem AfD-Mitarbeiter stammt, begründete ein Sprecher das Urteil auf epd-Anfrage. "Kontext" kündigte an, in Revision gehen zu wollen.

Die Stuttgarter Wochenzeitung hatte im Mai Zitate aus über 17.000 Seiten Facebook-Chat-Protokollen im Zusammenhang mit dem Namen des Mitarbeiters veröffentlicht. Der AfD-Mitarbeiter stellte daraufhin Antrag auf eine einstweilige Verfügung. Die Passagen sollten anonymisiert und aus dem Netz genommen werden. Das Gericht gab dem Antrag statt. (1720/03.08.2018)

epd lbw leo