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Maßstäbe gesetzt: Prälat i.R. Albrecht Hege wird 100

Der frühere Heilbronner Prälat Albrecht Hege wird am Dienstag (9. Mai) 100 Jahre alt. Der württembergische Landesbischof Frank Otfried July würdigt ihn als Persönlichkeit, die Maßstäbe gesetzt habe mit theologischer Reflexion, Frömmigkeit und Engagement für Fragen der Landwirtschaft, der Diakonie und Bildung, teilte die Landeskirche am Donnerstag in Stuttgart mit.

Albrecht Hege wurde 1917 in Karlsruhe geboren. Er promovierte 1939 in Tübingen in Theologie. Nachdem er 1945 aus russischer Kriegsgefangenschaft entlassen wurde, war er Pfarrvikar in Schainbach bei Crailsheim, dann Stiftsrepetent in Tübingen und ab 1947 Pfarrer in Ingelfingen (Hohenlohekreis).

1953 wurde Albrecht Hege der erste württembergische Landespfarrer für kirchliche Bauernarbeit an der Ländlichen Heimvolkshochschule in Waldenburg-Hohebuch, die sein Vater als Evangelische Bauernschule gegründet hatte. Sechs Jahre später wurde er damals jüngster Prälat in Württemberg in Heilbronn. 1985 trat er in den Ruhestand.

Neben seinem Prälatenamt war Hege ab 1969 theologischer Stellvertreter des württembergischen Landesbischofs. Er gehörte unter anderem dem deutschen Exekutivkomitee des Lutherischen Weltbundes an und war Mitbegründer der Evangelischen Tagungsstätte Löwenstein. Er war ehrenamtlich Vorsitzender der diakonischen Paulinenpflege Winnenden und Verwaltungsrat des Evangelischen Diakoniewerks Schwäbisch Hall. Der Landesbauernverband ehrte ihn mit der Goldenen Ähre und die Diakonie mit dem Goldenen Kronenkreuz.

Albrecht Heges Lebensweg hat seine Schwester Charlotte Hofmann-Hege im Buch "Mein Bruder Albrecht. Am Trapez des Lebens" nachgezeichnet. Auch Albrecht Hege hat Bücher verfasst, war Zeitungskolumnist und hat im kirchlichen Bereich Vorträge und Bibelarbeiten gehalten. (0989/04.05.2017)