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Hans-Joachim Lenke folgt Christoph Künkel als Diakoniechef

Der evangelische Theologe Hans-Joachim Lenke (59) wird neuer Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen. Lenke übernimmt voraussichtlich im Februar die Nachfolge von Christoph Künkel (59), der Anfang November aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand getreten war, wie die Diakonie am Dienstag mitteilte. In seinem neuen Amt wird Lenke zugleich Oberlandeskirchenrat für Diakonie im hannoverschen Landeskirchenamt. Lenke ist seit 2011 Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Diakoniewerks im württembergischen Schwäbisch Hall und Geschäftsführer des dortigen Diakonie-Klinikums.

Zuvor leitete er als Superintendent neun Jahre lang den Kirchenkreis Wolfsburg der hannoverschen Landeskirche. Bereits dort war Lenke Aufsichtsratschef des Diakonischen Werks. Außerdem beteiligte er sich an Protesten gegen Rechtsextreme. In Schwäbisch Hall ist Lenke für rund 2.300 Beschäftigte zuständig, die unter anderem in mehreren Kliniken sowie in der Alten- und Behindertenhilfe tätig sind.

Seinen Dienst als Pastor begann Lenke 1991 in Sottrum bei Rotenburg/Wümme und später in Einbeck. Der Theologe gehört auch zum Vorstand des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes. In Gesellschaft und Politik müsse die Diakonie die Stimme derjenigen sein, die "sich nur schwer Gehör verschaffen könnten", sagte er: "Dazu gehört insbesondere die Bekämpfung der Armut und ihrer Folgen." Dafür müssten alle wirtschaftlichen Spielräume genutzt werden.

Das Diakonische Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen ist der größte Wohlfahrtsverband im Bundesland. Es beschäftigt rund 70.000 Menschen, mindestens genauso viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich. In mehr als 3.000 Einrichtungen und Diensten leisten sie ihre Arbeit in allen Feldern der sozialen Arbeit, für Kinder und Jugendliche, für Menschen mit Behinderungen, in der Altenpflege, in Krankenhäusern und Beratungsstellen.

Dem Werk gehören vier von fünf evangelische Landeskirchen in Niedersachsen an: Braunschweig, Hannover und Schaumburg-Lippe sowie die evangelisch-reformierte Kirche. Sie hatten sich 2014 zusammengeschlossen. (2342/14.11.2017)