Soziales
Weltfrauentag: Forderungen nach mehr Gleichberechtigung
Dresden/Kamenz (epd). Zum Weltfrauentag am Donnerstag haben SPD und Linke in Sachsen mehr Gleichberechtigung gefordert. Landesarbeitsminister Martin Dulig (SPD) sagte am Mittwoch in Dresden, Frauen seien im Freistaat "in vielen Bereichen nach wie vor deutlich schlechter gestellt als Männer". Daher müsse unter anderem die Arbeitszeitpolitik gerechter werden und sich "stärker an individuellen Lebenslagen orientieren", so der Minister.

Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in Sachsens SPD, Irena Rudolph-Kokot, sagte, ihre Partei setze sich seit Jahren für eine Stärkung der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten ein. Den Koalitionspartner CDU forderte sie auf, einen bestehenden Entwurf für ein "modernes Gleichstellungsgesetz für Sachsen" in Kabinett und Landtag mitzutragen.

Die gleichstellungspolitische Sprecherin der Linken im Landtag, Sarah Buddeberg, sagte, Frauen sei in der Vergangenheit nichts geschenkt worden, dennoch hätten sie viel erreicht. Eine moderne Gleichstellungspolitik dürfe "nicht in der Retrospektive verharren" und müsse sich aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen zuwenden, betonte die Politikerin.

Wie das statistische Landesamt Sachsen in Kamenz mitteilte, stellen Frauen unter der erwachsenen Bevölkerung im Freistaat mit 51 Prozent die Mehrheit. Demnach sind drei Viertel der sächsischen Frauen zwischen 18 und 65 Jahren berufstätig, 61 Prozent von ihnen in Vollzeit. Dennoch liege der Frauenanteil unter Sachsens Teilzeitbeschäftigten bei 76 Prozent. Weiter hieß es, 22 Prozent der sächsischen Frauen haben Kinder unter 18 Jahren. Sechs Prozent sind alleinerziehend

epd ost sue mg