Kirche
Sternsinger in der Staatskanzlei
Erfurt (epd). Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat am Dienstag Thüringer Sternsinger in der Staatskanzlei empfangen. Er bedankte sich bei den Jungen und Mädchen aus fünf Gemeinden und Pfarreien für das Bewahren einer wichtigen Tradition. Weihnachten sei eben nicht nur die Zeit für Geschenke, sondern erinnere mit der biblischen Geschichte von der Geburt des Jesuskindes an die christlichen Wurzeln des Landes. Dazu zähle auch, für den Nachbarn da zu sein und in schwierigen Zeiten zusammenzustehen, sagte der Ministerpräsident.

Nach einer Spende schrieben die als Caspar, Melchior und Balthasar sowie als Sternträger verkleideten jungen Leute über eine der Türen mit Kreide "20*C+M+B*19". Die Abkürzung steht dabei nicht für die Initialen der biblischen drei Könige, sondern bedeutet "Christus mansionem benedicat" - "Christus segne dieses Haus". Nach einer Stärkung mit Thüringer Stollen machten sich die Sternsinger auf den Weg in weitere Ministerien und in den Landtag.

Unter dem Leitwort "Wir gehören zusammen - in Peru und weltweit" sammeln die Sternsinger in ganz Deutschland in diesem Jahr Geld für ihre Altersgenossen in Peru, die mit einem Handicap zurechtkommen müssen. Nach Angaben des Kindermissionswerks ist die Aktion Dreikönigssingen die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Seit ihrem Beginn im Jahr 1959 soll bereits eine Milliarde Euro gespendet worden sein.

Der 6. Januar - der Dreikönigstag oder Heilige Drei Könige - ist der der zwölfte Tag nach dem ersten Weihnachtsfeiertag. Er gilt der christlichen Überlieferung nach als Tag der Ankunft der drei Weisen aus dem Morgenland in Bethlehem.

epd ost dl bue