Umwelt
Leipzig schreibt Luftreinhalteplan fort
Leipzig (epd). Zur Vermeidung von Fahrverboten will Sachsens größte Stadt Leipzig auch in Zukunft auf alternative Möglichkeiten zur Förderung der Luftqualität setzen. Die Verwaltungsspitze habe dazu den Luftreinhalteplan von 2009 fortgeschrieben und die Änderungen am Donnerstag beschlossen, teilte die Stadtverwaltung mit. Das Papier sehe rund 50 Maßnahmen vor.

Dazu gehört den Angaben zufolge unter anderem die Förderung von Elektromobilität und Carsharingangeboten. Zudem soll der Verkehr an besonders von Schadstoffen belasteten Stellen verringert werden. Außerdem will die Stadt laut Plan die Attraktivität von öffentlichem Nahverkehr, Fahrrad- und Fußgängerverkehr erhöhen. Die Maßnahmen sollen trotz der wachsenden Bevölkerung in der Stadt mit ihren rund 600.000 Einwohnern die dauerhafte Einhaltung von Schadstoffgrenzwerten sichern helfen, wie es weiter hieß.

"Während seit Bekanntwerden des Dieselskandals die ersten Fahrverbote in deutschen Städten umgesetzt wurden und weitere in Planung sind, setzt die Stadt Leipzig unter Berücksichtigung des Gebots der Verhältnismäßigkeit auf Alternativen", erklärte Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke).

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie wies auf den in den vergangenen Jahren erzielten positiven Effekt der Leipziger Umweltzone hin. Jedoch habe auch diese nicht dazu geführt, die Stickoxidbelastung in der Stadt im erwarteten Umfang zu senken, hieß es. Maßgeblicher Verursacher der Verschmutzungen sei nach wie vor "der motorisierte Straßenverkehr mit seinem Anteil an Dieselfahrzeugen", so das Amt.

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