Soziales
Hälfte der Ostdeutschen sieht keine "blühenden Landschaften"
Berlin (epd). Über die Hälfte aller Ostdeutschen (51 Prozent) ist einer Umfrage zufolge der Meinung, dass die von Altkanzler Helmut Kohl (CDU) nach der Wiedervereinigung prognostizierten "blühenden Landschaften" im Osten Deutschlands nicht Wirklichkeit geworden sind. Das berichtet die Zeitschrift Super Illu in ihrer aktuellen Ausgabe (27/2017).

Auch Kohls Leistung bei der schnellen Wiedervereinigung 1990 beurteile knapp die Hälfte aller Ostdeutschen (48 Prozent) skeptisch und stimme der Aussage zu, sie sei nicht gut durchdacht gewesen, so die Zeitschrift. Kohls Einsatz für die Gründung der EU 1992 beurteile dagegen eine breite Mehrheit der Ostdeutschen (69 Prozent) positiv.

46 Prozent würdigten außerdem sein Streben nach einer schnellen Einführung des Euro. 37 Prozent aller Ostdeutschen hielten ihn für den "erfolgreichsten deutschen Politiker des 20. Jahrhunderts". Altbundeskanzler Helmut Kohl war am 16. Juni im Alter von 87 Jahren nach langer Krankheit in seiner Geburtsstadt Ludwigshafen gestorben.

Die Umfrage wurde den Angaben zufolge am 22. Juni vom Meinungsforschungsinstitut Insa im Auftrag von Super Illu unter 800 repräsentativ ausgewählten Ostdeutschen in den fünf ostdeutschen Ländern und Berlin durchgeführt.

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