Umwelt
Brandenburg testet Schutzmaßnahmen für Klarwasserseen
Templin (epd). Brandenburg will seine sogenannten Klarwasserseen erhalten und dafür mögliche Schutzmaßnahmen testen. Dazu trafen sich am Dienstag in Templin Experten, um sich über die Ursachen des Rückgangs solcher Seen auszutauschen, wie das Landesumweltministerium in Potsdam mitteilte. Zudem sollte über Schutzvorkehrungen beraten werden.

Insbesondere heimische Fische wie Maränen und Hechte würden sich in Klarwasserseen wohlfühlen, hieß es weiter. Taucher und Badegäste schätzen vor allem im Sommer das kühle Wasser und Sichttiefen bis zu fünf Meter. Für saubere und klare Seen würden vor allem Armleuchteralgen, sogenannte Charceen, sorgen. Diese seien jedoch nur in nährstoffarmen Gewässern überlebensfähig. Ihr Lebensraum sei überdies europaweit geschützt.

Dennoch sei seit einigen Jahren in Deutschland der Rückgang von Klarwasserseen mit Armleuchteralgen zu beobachten, erklärte das Umweltministerium weiter. Deshalb sollen nun in Brandenburg Erhaltungsmaßnahmen erprobt werden. Auch Mecklenburg-Vorpommern, die Naturschutzorganisationen WWF und Nabu sowie der Förderverein der Naturparke Feldberg und Uckermärkische Seen seien an dem Projekt beteiligt.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) fördert den Angaben zufolge das "Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben 'Chara-Seen'" mit rund 565.000 Euro. Hinzu kämen 50.000 Euro von Nabu und WWF sowie Eigenmittel des Fördervereins Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft.

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