Umwelt
Brandenburg bekommt Lausitz-Koordinator für Strukturwandel
Potsdam (epd). Brandenburg bekommt einen eigenen Koordinator für die Braunkohleregion Lausitz. Der frühere Leiter des Landesbergamtes und derzeitige Energie-Abteilungsleiter im märkischen Wirtschaftsministerium, Klaus Freytag, werde das Amt als Beauftragter des Ministerpräsidenten übernehmen, teilte die Staatskanzlei am Montag in Potsdam mit. Damit erkläre Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) die Strukturentwicklung der Lausitz zur Chefsache. Amtssitz des Lausitz-Koordinators wird Cottbus. Die Staatskanzlei unterhalte so künftig eine Außenstelle in der Lausitzstadt, hieß es. Über den Ausstieg aus der klimaschädlichen Braunkohleverstromung und das mögliche Ende des Bergbaus in der Lausitz wird seit Jahren gestritten.

Der 57-jährige promovierte Diplom-Ingenieur Klaus Freytag, der in Aachen Bergbau studiert hat und danach im Braunkohlenbergamt Köln tätig war, lebt den Angaben zufolge seit 1993 in der Lausitz und war von 2004 bis 2015 Leiter des Landesbergamtes. Über die Personalie will am Dienstag das Kabinett entscheiden. Woidke will Freytag im Anschluss der Öffentlichkeit vorstellen.

Woidke kündigte zugleich weitere Personalentscheidungen an, über die das Kabinett ebenfalls am Dienstag entscheiden will. Staatssekretär Martin Gorholt (SPD), bisher Bevollmächtigter des Landes beim Bund, soll neuer Chef der Staatskanzlei in Potsdam werden. Der bisherige Staatskanzleichef Thomas Kralinski (SPD) soll im Gegenzug erneut Bevollmächtigter beim Bund werden und damit auch wieder die Leitung der Landesvertretung in Berlin übernehmen. Staatssekretär Rainer Bretschneider (SPD) soll zudem nach dem Ende seiner Arbeit als BER-Flughafenkoordinator Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft FBB werden.

Kralinski erhalte zusätzlich zu seinen neuen Aufgaben als Bevollmächtigter des Landes beim Bund die Themen Internationale Beziehungen, Medienpolitik und Digitalisierung sowie Landesmarketing, hieß es. Gorholt könne sich damit als Staatskanzleichef stärker auf die Ressortkoordinierung, deren strategische Aufstellung und das Politikmanagement konzentrieren. Die Arbeitsfelder Tolerantes Brandenburg, Bündnis für Brandenburg und Flughafenkoordination verblieben bei Gorholt, hieß es weiter. Das zeitlich begrenzte Projekt zur humanitären Hilfe für die von der Terrororganisation IS vor allem im Nordirak verfolgte religiöse Minderheit der Jesiden führe er fort.

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