Soziales
15 Millionen Euro für Tafeln durch Pfandbons
Berlin (epd). Kunden des Discounters Lidl haben über Pfandbons bislang 15 Millionen Euro an die Tafeln gespendet. Was vor zehn Jahren im Kleinen begann, sei mittlerweile zu einer außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte geworden, erklärte der Vorsitzende des Tafel-Dachverbandes, Jochen Brühl, am Mittwoch in Berlin. Die 15 Millionen Euro stünden sinnbildlich für eine aktive Bürgergesellschaft: "Menschen spenden ihre Pfandbons für die gute Sache und unterstützen so mit ihren Spenden andere Menschen, die sich in sozialen Notlagen befinden."

Nach Angaben des Dachverbandes arbeitet der Discounter seit mehr als zehn Jahren mit den Tafeln zusammen. Das Unternehmen unterstütze die Tafeln durch Lebensmittelspenden und über die Ausstattung seiner Pfandautomaten mit einem Spendenknopf für die Tafeln. Mittlerweile ermöglichten über 6.000 Pfandautomaten in rund 3.200 Filialen den Kunden bei der Rückgabe von Leergut, einen Teilbetrag oder den gesamten Pfandbetrag an den Dachverband zu spenden.

Die bundesweit mehr als 930 gemeinnützigen Tafeln sammeln überschüssige Lebensmittel von Herstellern und Händlern und verteilen diese regelmäßig an bis zu 1,5 Millionen bedürftige Menschen in Deutschland. Mit rund 60.000 Ehrenamtlichen, die sich bei den Tafeln engagieren, seien die Tafeln eine der größten sozial-ökologischen Bewegungen in Deutschland.

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