Kultur
"East Side Gallery", ein nach der Wende bemaltes Stück der Berliner Mauer in der Mühlenstraße im Ortsteil Friedrichshain-Kreuzberg am 03.08.11.
© epd-bild / Rolf Zöllner
Syrische Rhythmen wollen Zeichen für Frieden setzen
Osnabrück (epd). Mit einem ungewöhnlichen Konzertabend in Osnabrück will das städtische Büro für Friedenskultur am 12. März in der St. Katharinenkirche ein Zeichen für Frieden und Vielfalt setzen. In einer "Messe für den Frieden in Zeiten der Flucht" werden dabei Texte des deutsch-iranischen Schriftstellers Navid Kermani über Flucht und Rettung gelesen, wie die Stadt Osnabrück am Freitag mitteilte. Kermani erhielt 2015 den Friedenspreis des deutschen Buchhandels. Anlass für die Veranstaltung sind die "Internationalen Woche gegen Rassismus" vom 12. bis 25. März.

Dazu erklingen symphonische Werke von Komponistinnen und Komponisten aus Syrien. Die Stücke aus dem 20. und 21. Jahrhundert seien eng mit syrischen Volksmelodien und Rhythmen verbunden und stünden auch der Filmmusik nahe, hieß es. Zu hören sind dabei das Vokalensemble Marienhain und das "Syrian Expat Philharmonic Orchestra". Das Orchester wurde 2015 in Deutschland von dem Kontrabassisten Raed Jazbeh gegründet. Es besteht aus Musikern, die wegen des Bürgerkriegs ihr Heimatland verlassen mussten und seither in Europa leben. (6241/16.02.18)