Soziales
Sozialministerin fordert weitere Anstrengungen im Kinderschutz
Hannover (epd). Niedersachsens Sozialministerin Carola Reimann (SPD) hat zu mehr Anstrengungen zum Schutz von Kindern aufgerufen. "Wir dürfen nicht nachlassen, unsere Aktivitäten weiter auszubauen", sagte Reimann beim zweiten niedersächsischen Kinderschutz-Kongress am Montag in Hannover. "Kinder sind unsere Zukunft, und sie sollen eine möglichst sorgenfreie Kindheit haben." Die Fragen, die sich gegenwärtig beim Schutz von Minderjährigen stellten, seien allerdings enorm komplex.

Bei dem Kongress berieten mehr als 200 Fachkräfte unter anderem über Themen wie Kinder suchtkranker Eltern, Migration, Traumabegleitung oder Kinderschutz im ländlichen Raum. Aktuell fördert das Land nach Angaben des Sozialministeriums mehrere Kinderschutz-Institutionen und Projekte mit insgesamt rund 1,7 Millionen Euro.

Zur weiteren Stärkung des Kinderschutzes investiere das Land auch in zusätzliche Einrichtungen, hieß es. So übernehme seit 2018 das Kinderschutz-Zentrum Osnabrück auch überregionale Aufgaben im südlichen Weser-Ems-Bereich. Im April habe zudem das neu gegründete Kinderschutz-Zentrum Nordostniedersachsen mit Standorten in Lüneburg und Stade seinen Betrieb aufgenommen. Damit gebe es landesweit derzeit vier Kinderschutz-Zentren und mehr als 20 Beratungsstellen. (1179/11.06.18)