Soziales
Schwimm-Aktion wirbt für soziale Gerechtigkeit
Hannover (epd). Mit einer Schwimm-Aktion will die niedersächsische Landesarmutskonferenz für mehr soziale Gerechtigkeit werben. Unter dem Titel "Leine-Schwimmen - Damit soziale Gerechtigkeit nicht Baden geht" wollen ausgewählte Schwimmer am Montag (21. August) eine etwa 150 Meter lange Strecke vom Zusammenfluss von Leine und Ihme bis zur hannoverschen Dornrösschenbrücke zurücklegen, wie die Landesarmutskonferenz am Donnerstag mitteilte. Auf der Brücke wollen sie im Anschluss symbolisch eine Mauer zwischen Arm und Reich einreißen.

Deutschland sei zwar eines der reichsten Länder der Welt, sagte der Geschäftsführer der Landesarmutskonferenz, Klaus-Dieter Gleitze. "Trotzdem war 2015 jeder Sechste in Niedersachsen von Armut und Ausgrenzung betroffen." Besonders Alleinerziehende und auch immer mehr Kinder und Jugendliche seien von Armut bedroht. Gleitze forderte für Niedersachsen und auch auf Bundesebene zur Armutsbekämpfung unter anderem mehr sozialen Wohnungsbau, einen nachhaltig finanzierten sozialen Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose sowie eine Reform der Vermögens- und Erbschaftssteuer. (7075/17.08.17)