Kultur
Themenfoto: Seemannsknoten
© epd-bild / Bertold Fernkorn
Schifffahrtsmuseum informiert über Erhalt historischer Schätze
Bremerhaven (epd). Die Arbeit der Restauratoren steht im Mittelpunkt einer Sonderausstellung, die das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven vom 19. August bis zum 15. Dezember zeigt. Unter der Überschrift "Der Zahn der Gezeiten - Maritime Schätze unter der Lupe" ist zu sehen, wie historische Ausstellungsstücke konserviert und restauriert werden, um sie für die Nachwelt zu erhalten. "Wichtige wissenschaftliche Arbeiten, die meist im Verborgen stattfinden", teilte das Museum am Freitag mit.

Neben dem Fragment eines alten Haffbootes aus der ehemaligen DDR sind beispielsweise die erste Gezeitenrechenmaschine aus der deutschen Kaiserzeit und ein riesiges Pottwal-Skelett zu sehen. In drei Schritten werde die Geschichte, der Zustand und die zukünftige Verwendung des Ausstellungsstücks im Museum erläutert.

Die Bremerhavener gehören zum Verbund von bundesweit acht Leibniz-Forschungsmuseen, die im Kulturerbejahr 2018 sichtbar machen wollen, wie sie ihre Schätze erforschen, erhalten und pflegen. Dabei sei in der Ausstellung im Schifffahrtsmuseum Mitmachen erwünscht, hieß es.

So können Besucher bei einem Spiel zu Konservierungsarbeiten an einem Multimedia-Tisch versuchen, Kulturgüter vor dem Verfall zu bewahren. In Führungen soll verdeutlicht werden, was Exponate beispielsweise über Fundorte oder ihren Einsatz verraten - wie bei einer Arbeiterjacke, die etwas über den Arbeitsschutz auf Werften in historischer Perspektive offenbart.

Ein hölzernes Zeesboot und ein tonnenschweres Schleppnetz-Scherbrett sollen den Zusammenhang zwischen den Geräten und dem Zustand der Meere verdeutlichen. Ein Jugendcamp am 23. August beschäftigt sich mit der Frage, wer entscheidet, was kulturelles Erbe ist. Weitere Vorträge sind geplant. Das Schifffahrtsmuseum wird derzeit und noch bis 2021 modernisiert. Deshalb sind Teile des Komplexes geschlossen. Der Zutritt zu den offenen Bereichen ist den Angaben zufolge frei - nach dem Motto "Zahlt so viel ihr wollt". (0111/10.08.18)

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