Umwelt
Das ehemalige Salz-Bergwerk Asse bei Wolfenbuettel (Niedersachsen) diente als Lager fuer schwach- und mittelaktiven Atommuell und droht nun "abzusaufen". Foto vom 20.05.14.
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Salzwasser aus der Asse kann künftig bei Hannover entsorgt werden
Remlingen, Kr. Wolfenbüttel (epd). Das in das Atommülllager Asse laufende Salzwasser kann künftig auch in einem stillgelegten Bergwerk bei Sehnde in der Nähe von Hannover entsorgt werden. Ein jetzt geschlossener Vertrag mit dem Besitzer dieser Grube gelte je nach Bedarf und Kapazitäten für einen Teil der Salzlauge, teilte die Asse-GmbH am Donnerstag mit. Konkrete Anlieferungen seien derzeit aber noch nicht geplant.

In das Atomlager dringen täglich rund 12 Kubikmeter mit Salz gesättigtes Wasser. Der größte Teil der Flüssigkeit kommt nach Betreiberangaben nicht mit den eingelagerten radioaktiven Abfällen in Berührung und ist deshalb nicht oder nur gering mit Strahlung belastet. Um den Betrieb der Asse zu gewährleisten, muss das Salzwasser regelmäßig abtransportiert werden.

Bis zum vergangenen Jahr brachten Lastwagen die Salzlauge in ein stillgelegtes Bergwerk bei Celle. Seit Anfang 2017 nimmt eine Firma außerhalb von Niedersachsen das Salzwasser zur weiteren industriellen Verwertung an. Zwischenzeitlich hatte die Asse-GmbH erwogen, die Flüssigkeit nach Gorleben zu schaffen und über eine bestehende Pipeline in die Elbe zu leiten. (2116/22.06.17)