Soziales
Themenfoto: Frauenhaus
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Region Hannover baut Hilfe für Frauen in Not aus
Hannover (epd). Mit zwei neuen Vorhaben will die Region Hannover Frauen in besonderen Notlagen unterstützen. Opfer von Gewalt sollten in einem weiteren Frauenhaus geschützt und obdachlose Frauen intensiver beraten werden, teilte eine Sprecherin am Montag mit. Für beide Vorhaben will die Region Hannover nach eigenen Angaben über 1,2 Millionen Euro im kommenden Jahr und mindestens 1,7 Millionen Euro jährlich ab 2020 ausgeben. Am Dienstag sollen zwei Ausschüsse darüber abstimmen.

Die drei bestehenden Frauenhäuser seien mit 51 Plätzen "deutlich ausgelastet", sagte Regionspräsident Hauke Jagau. Die Plätze müssten mehr als verdoppelt werden, um den Bedarf zu decken. Schrittweise solle deswegen die Kapazität in der gesamten Region auf 117 Plätze angehoben werden. Das weitere Frauenhaus solle vorzugsweise in Hannovers Umland entstehen.

In Zukunft sollten sich Frauen und Kinder auch an eine Notaufnahme wenden können, die 24 Stunden am Tag geöffnet sein werde, hieß es. Um obdachlosen Frauen zu helfen, sollten unter anderem Initiativen ausgebaut werden, die vorübergehende Wohnplätze vermittelten. Gemeinsam mit dem Jobcenter wolle die Region Hannover die Frauen in Ausbildung und Arbeit bringen. (6208/26.11.18)