Umwelt
Stoerche in der Horloff-Aue bei Trais-Horloff in Hessen am 11.03.2017.
© epd-bild/Rolf K. Wegst
Naturschutzbund zählt höchsten Storchenbestand seit 60 Jahren
Hannover (epd). So viele Störche wie seit 60 Jahren nicht mehr haben in diesem Jahr in Niedersachsen und Bremen Station gemacht. Die Storchenbetreuer des Naturschutzbundes (Nabu) zählten in den beiden Bundesländern 1.007 Storchenpaare, teilte der Nabu am Montag mit. Die Tiere brachten 1.765 Jungstörche zum Ausfliegen. Das Vorjahresergebnis mit 919 Paaren und 1.484 flüggen Jungstörchen sei deutlich übertroffen worden.

Die Hauptursache für die Steigerung sehen die Experten in einem veränderten Zugverhalten. Viele Störche beendeten ihre Reise nach Westen bereits in Spanien, wo sie genügend Nahrung in Feuchtbiotopen, Reisfeldern und auf großen Mülldeponien fänden. Von dort kehrten sie dann früher, in größerer Anzahl und in zumeist guter Verfassung zurück.

Schon seit einigen Jahren verzeichnen die Umweltschützer einen steten Anstieg der Storchpopulation. Für die kommenden Jahre könne sich der Trend weiter fortsetzen, weil dann auch die starken jüngeren Jahrgänge brutreif werden, hieß es. Vor diesem Hintergrund gelte es, für die Tiere ausreichend Feuchtgrünland und Biotope zu erhalten oder neu anzulegen. (5062/15.10.18)