Umwelt
Ministerium: Trotz Hitze genug Trinkwasservorräte vorhanden
Hannover (epd). Trotz der jüngsten Hitze- und Trockenperiode ist nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums keine Trinkwasserknappheit zu befürchten. In Niedersachsen gebe es 374 Trinkwasserentnahmegebiete, teilte das Ministerium in Hannover am Freitag auf Anfrage mit. 85 Prozent des Wassers stamme aus dem Grundwasser. Nirgendwo sei eine übermäßige Absenkung des Grundwasserspiegels gemessen worden. Der übrigen 15 Prozent kämen aus den "gut gefüllten" Talsperren im Harz.

Landesweit kümmerten sich 147 Unternehmen um die Wasserversorgung, hieß es. Durchschnittlich verbrauche jeder Niedersachse 122 Liter Wasser am Tag. Über die bei der gegenwärtigen Witterung verbrauchten Mengen lägen dem Ministerium keine Daten vor. Noch nie sei wegen einer Trockenperiode eine Trinkwasser-Notversorgung - etwa mit Tankwagen - in Niedersachsen eingerichtet worden.

Zu einer vorübergehenden Wasserknappheit in einigen Gebieten wie dem Stader Land sei es gekommen, weil aufgrund der Hitze erheblich mehr Wasser verbraucht worden sei. Aus ökologischen Gründen könne und dürfe jedoch nicht plötzlich mehr Wasser aus dem Boden gepumpt werden. Dies habe in einige Fällen zu einem Druckabfall geführt, so dass am Ende der Versorgungsleitungen im Extremfall kein Wasser mehr angekommen sei. Eine Ministeriumssprecherin betonte, dass diese Situation nicht vergleichbar sei mit einer Wasserknappheit, die sich in trockenen Jahren am Ende des Sommers ergeben könne.

Auch für die Qualität des Wassers bestehe keine Gefahr, sagte die Sprecherin. Allerdings sei es in einigen Regionen, etwa im Landkreis Osterholz, zu einer bräunlichen Verfärbung des Wasser gekommen. Wegen des höheren Wasserdrucks und der höheren Fließgeschwindigkeit in den Leitungsrohren könnten sich Eisenablagerungen lösen, die das Wasser trübten. Dies sei gesundheitlich unschädlich. (1196/01.06.2018)

epd lnb jön bjs