Umwelt
Das ehemalige Salz-Bergwerk Asse bei Wolfenbuettel (Niedersachsen) diente als Lager fuer schwach- und mittelaktiven Atommuell und droht nun "abzusaufen". Foto vom 20.05.14
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Lies will Gesamtkonzept für Räumung der Asse
Remlingen (epd). Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) verlangt ein Gesamtkonzept für die Räumung des maroden Atommülllagers Asse bei Wolfenbüttel. Die einzelnen Schritte dürften "nicht nacheinander gedacht und angegangen", sondern müssten parallel geplant werden, sagte Lies am Donnerstag auf NDR Info.

Als Beispiel nannte er die Frage nach dem Zwischenlager für die zu bergenden Fässer mit radioaktiven Abfällen. Ihm sei wichtig, "dass wir diese Frage jetzt klären und nicht den Schacht bauen und dann in einen jahrelangen Streit verfallen, wo denn das Zwischenlager hinkommt", sagte Lies.

Gleichzeitig räumte der Minister Mängel in der Kommunikation ein. Er betonte, dass "die Erklärung warum was wann gemacht wird, einfach nicht ausreicht, und dass wir da noch besser werden müssen". In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse lagern rund 126.000 Fässer mit schwach und mittelradioaktiven Abfällen sowie Chemiemüll. Weil die Grube voll Wasser zu laufen droht, sollen die Fässer nach Möglichkeit geborgen werden. Lies wollte am Donnerstagnachmittag gemeinsam mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) die Asse besuchen. (7032/07.02.19)