Kirche
Der evangelische Landessuperintendent Hans Christian Brandy (51) im Sprengel Stade.
© epd-bild / Jens Schulze
Landessuperintendent Brandy wirbt für Kirchenwahlen
Stade (epd). Der Stader Landessuperintendent Hans Christian Brandy hat zur Teilnahme an den Wahlen zu Kirchenvorständen und Gemeinderäten am 11. März in den fünf evangelischen Kirchen Niedersachsens aufgerufen. Die Gemeinden lebten davon, dass Menschen Verantwortung übernähmen und ihre Kirche mitgestalteten, sagte der Regionalbischof am Montag. "Es ist ein besonderes Kennzeichen unserer evangelischen Kirche, dass die Leitung der Gemeinde gemeinsam von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen getragen wird." Entsprechend stehe die Kampagne für die Wahlen unter dem Slogan "Kirche mit mir".

Kirchenräte und -vorstände werden für sechs Jahre gewählt oder berufen und leiten zusammen mit Pastorinnen und Pastoren die Gemeinden vor Ort. So sind sie zum Beispiel für Gebäude, Ländereien, Friedhöfe und Kindertagesstätten zuständig. Sie entscheiden über Finanzen und Personal. "Indem Gemeindeglieder wählen gehen, nehmen sie Einfluss darauf, wer die Kirchengemeinde in der nächsten Legislaturperiode leiten wird", erläuterte Brandy. Außerdem werde dadurch den Ehrenamtlichen das Vertrauen ausgesprochen und der Rücken gestärkt.

Als Regionalbischof leitet Brandy den hannoverschen Kirchenbezirk zwischen Elbe und Weser, zu dem neun Kirchenkreise gehören. In den Gemeinden engagieren sich den Angaben zufolge rund 1.500 Frauen und Männer. Landesweit sind etwa 2,9 Millionen Gemeindemitglieder wahlberechtigt. In ganz Niedersachsen dürfen erstmals auch schon 14-jährige Kirchenmitglieder wählen. Die oldenburgische, die braunschweigische und die hannoversche Landeskirche haben das Wahlalter von zuvor 16 Jahren um zwei Jahre herabgesetzt.

Briefwahlunterlagen können bis zum 8. März bei der jeweiligen Kirchengemeinde beantragt werden, hieß es. 2012 lag die Wahlbeteiligung niedersachsenweit in der Landeskirche Braunschweig mit 22,5 Prozent am höchsten, vier Prozent vor Hannover und acht Prozent vor Oldenburg. (6135/26.02.18)