Umwelt
Großdemonstration gegen eine weitere Nutzung von Atomkraft in Deutschland am 26.03.2011 in Berlin. An den Demonstrationen gegen die Nutzung von Atomkraft in Deutschland
© epd-bild / Rolf Zöllner
DGB fordert besseren Arbeitsschutz beim Rückbau von Atomkraftwerken
Hannover (epd). Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Niedersachsen fordert eine nachhaltige Entsorgung der beim Rückbau von Atomkraftwerken anfallenden Reststoffe. Auch beim AKW-Rückbau spiele das Recycling von Abfallstoffen mittlerweile eine große Rolle, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Gefahren für Beschäftigte auf Deponien und in Verwertungsbetrieben, aber auch für Umwelt und Bevölkerung müssten daher neu bewertet werden.

Für den Atomausstieg müssten allein in Niedersachsen fünf Anlagen zurückgebaut werden, sagte der DGB-Bezirksvorsitzende Hartmut Tölle. Die AKW in Stade und Lingen werden bereits zurückgebaut. Das Kernkraftwerk Unterweser sowie die Meiler in Grohnde und im Emsland sollen noch folgen. Unter anderem seien in den vergangenen Jahren allerdings Regelungen wie die Strahlenschutz-Verordnung oder das Kreislaufwirtschaftsgesetz verändert worden. Genehmigungsbescheide müssten daher sicherstellen, dass kein radioaktives Material in einen biologischen Kreislauf gelange. (0161/20.02.17)