Umwelt
Betreiber: Zutrittswasser in der Asse radiologisch unbedenklich
Remlingen, Kr. Wolfenbüttel (epd). Das im vergangenen Jahr in das Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel gelaufene und von dort anschließend abtransportierte Wasser war nach Betreiberangaben nur leicht radioaktiv belastet. Die Belastung mit radioaktivem Tritium lag bei allen 14 abgegebenen Chargen bei weniger als sechs Becquerel pro Liter, wie die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) am Donnerstag mitteilte. Bei fünf Chargen seien die Messwerte so gering gewesen, dass sie unterhalb der Nachweisgrenze lagen. Für Trinkwasser beträgt der Grenzwert für Tritium gemäß Trinkwasserverordnung 100 Becquerel pro Liter. Die Einheit Becquerel gibt die Anzahl der radioaktiven Zerfälle pro Sekunde an.

Die Messwerte für radioaktives Cäsium-137 lagen den Angaben zufolge bei allen Messungen unterhalb der Nachweisgrenze. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 4.370 Kubikmeter Zutrittswasser aus dem Bergwerk Asse in andere Bergwerke gebracht. In der Schachtanlage werden täglich rund 12,5 Kubikmeter salzhaltiges Zutrittswasser aufgefangen, davon etwa 11,5 Kubikmeter an der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene. Nur dieses Wasser wird nach einem entsprechenden Freigabeverfahren nach über Tage abgegeben und entsorgt. Zutrittswasser, das unterhalb der 658-Meter-Ebene aufgefangen wird, bleibt bis auf weiteres im Bergwerk.

In der Asse lagern rund 126.000 Fässer mit radioaktiven und chemischen Abfällen. Weil die Grube instabil ist und voll Wasser zu laufen droht, sollen die Behälter nach Möglichkeit an die Oberfläche geholt und dort dauerhaft gelagert werden. (0082/10.01.19)