Ethik
Das Bremer Uebersee-Museum hat am 18.05.2017 mit einer besonderen Zeremonie menschliche Gebeine der Maori und der Moriori aus der Sammlung des Hauses an Neuseeland zurueckgegeben (Foto: Wiebke Ahrendt vom Uebersee Museum und Carsten Sieling, Buergermeister von Bremen unterzeichnen den Vertrag).
© epd-bild / Alasdair Jardine
Bürgermeister Sieling verurteilt Farbanschlag auf Moschee
Bremen (epd). Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) hat den islamfeindlichen Farbanschlag am vergangenen Wochenende auf die Fatih-Moschee im Westen der Hansestadt scharf verurteilt. "Die Täter werden ihr Ziel, Unruhe und Zwietracht in unsere Gesellschaft zu säen, auch dieses Mal nicht erreichen", sagte Sieling am Montag. Unbekannte hatten in der Nacht zum Sonntag in schwarzer und roter Farbe Schmähschriften an die Eingangstür und die Gebäudefront der Moschee gesprüht. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen.

"Meine Solidarität gilt allen Musliminnen und Muslimen in unserem Land, insbesondere der Fatih-Gemeinde", sagte Sieling. Sie setze sich tagtäglich für ein lebenswertes Gröpelingen und eine menschenfreundliche Gesellschaft ein. Der Bürgermeister betonte: "Wir dulden in Bremerhaven und Bremen keine Form von Menschenfeindlichkeit."

Bereits vor einem halben Jahr hatten unbekannte Täter die Fatih-Moschee attackiert, indem sie an einem Fenster und in einem Briefkasten Feuerwerkskörper entzündeten und islamfeindliche Parolen an die Wand sprühten. Der jüngste Angriff trage eine ähnliche Handschrift wie beim ersten Mal, sagte der Sprecher der Islamischen Föderation in Bremen, Vahit Bilmez, und fügte hinzu: "Unsere Gemeinde ist tief besorgt."

Die Fatih-Moschee wurde 1999 als Neubau mit Kuppel und Minarett eröffnet und war damals das größte islamische Sakralgebäude klassischer Art im norddeutschen Raum. Sie gehört zur Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs. (5129/05.03.18)