Kultur
Die ausgestellten Kunstschaetze umfassen einen Zeitraum vom Mittelalter bis in die Gegenwart.
© epd-bild/Maik Reuss
Ausstellung zum Hildesheimer Silberschatz eröffnet
Hildesheim (epd). Das Stadtmuseum Hildesheim erinnert seit Donnerstag mit einer Ausstellung an den Fund eines wertvollen Silbergeschirrs aus der Zeit um Christi Geburt. Preußische Soldaten hatten das aus 77 Stücken bestehende römische Tafelsilber am 17. Oktober 1868 beim Ausbau ihres Schießstandes am Hildesheimer Galgenberg entdeckt. Die Sonderausstellung zum "Hildesheimer Silberfund" wird bis zum 28. April gezeigt und in Teilen anschließend in eine Dauerausstellung integriert, wie das Museum mitteilte.

Der Silberfund besteht aus Tellern, Servierplatten, Bechern, Näpfen und Schalen. Noch im Jahr seiner Auffindung war der Schatz in die Antikensammlung nach Berlin gelangt. Hildesheim erhielt im Gegenzug eine originalgetreue Kopie. Wie das römische Prunksilber einst nach Hildesheim gelangte, ist ungeklärt. Herausragende Stücke der Ausstellung sind sechs Originale aus dem Silberfund, die als Leihgaben nach Hildesheim zurückkehren.

Neue Forschungsergebnisse und die Einbindung des Fundes in die Diskussion um eine Bewerbung Hildesheims als europäische Kulturhauptstadt 2025 seien neben dem 150. Jahrestag der Entdeckung ein wichtiger Grund für diese Ausstellung, sagte die Betriebsführerin des Stadtmuseums, Regine Schulz.

Die Ausstellung präsentiere die neuesten Erkenntnisse der Restauratoren zur Herstellung und Datierung der Gefäße, erläuterte Kurator Markus Siedow. Erstmals habe sogar der antike Vorbesitzer eines Trinkgefäßes identifiziert werden können, ein hochrangiger Militärbeamter namens Bochus. (8066/18.10.18)