Kultur
Ausstellung "World Press Photo" erzählt auch multimediale Geschichten
Oldenburg (epd). Wenn vom 16. Februar an im Oldenburger Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte die Wanderausstellung "World Press Photo 18" zu sehen ist, spielen nach Angaben der Organisatoren auch multimedial erzählte Bildergeschichten eine Rolle. Text und Fotos genügten nicht immer, um eine Geschichte umfassend darzustellen, sagte am Montag Claus Spitzer-Ewersmann von der Agentur "Mediavanti", der die Schau in die Stadt holt. Grafiken und Animationen könnten helfen, ebenso Videoclips: "Die Digitalisierung hat viele neue Möglichkeiten geschaffen, alles miteinander zu verbinden."

Beispiele dafür sind eine Dokumentation über die ersten Monate eines Kindes, das in einem griechischen Flüchtlingslager zur Welt gekommen ist und Aufnahmen von Tauchern, die unter dem antarktischen Meereis Robben aufnahmen. Die Wanderausstellung kommt zum vierten Mal nach Oldenburg. Bis zum 10. März sind den Angaben zufolge rund 150 Aufnahmen zu sehen.

Darunter ist auch das Pressefoto des Jahres 2018. Autor ist der in Mexiko lebende Fotograf der französischen Nachrichtenagentur AFP, Ronaldo Schemidt. Sein Bild zeigt einen rennenden und in Flammen stehenden Mann, der bei einer Protestaktion in Caracas gegen Venezuelas Präsidenten Maduro nach einer Explosion von Feuer erfasst wurde.

Die World Press Photo Foundation, die die Ausstellung zusammengestellt hat, ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation mit Sitz in Amsterdam, wo sie 1955 gegründet wurde. Die Schau ist weltweit in mehr als 100 Städten zu sehen. (4080/04.02.19)