Umwelt
Agrarministerin: Immer mehr Imker in Niedersachsen
Hannover (epd). In Niedersachsen entdecken immer mehr Menschen die Bienen und das Imkern als neues Hobby. Jährlich kämen derzeit rund 450 nebenberufliche Imker mit rund 2.000 Völkern hinzu, sagte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) am Montag in Hannover. Die Gesamtzahl sei 2017 auf den Rekordwert von rund 11.600 Imkern mit 90.000 Völkern geklettert. "Imkern ist wieder in, die Nachwuchssorgen sind vom Tisch, und vom Aussterben der Honigbiene sind wir weit entfernt", betonte die Ministerin.

Vor sieben Jahren hatte das Land eine Prämie für Neuimker eingeführt. 2017 seien rund 120.000 Euro dafür geflossen, hieß es. Insgesamt habe das Land im vergangenen Jahr 440.000 Euro für die Imkerei zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus will Niedersachsen durch die Förderung von Blühstreifen die Artenvielfalt erhalten und dem Insektensterben entgegenwirken. Die Fläche der Blühstreifen stieg auf insgesamt 15.000 Hektar.

An dieser Aktion nehme mit rund 3.150 Betrieben eine steigende Zahl an Landwirten teil, erläuterte die Ministerin. "Und es sollen weitere hinzukommen." Niedersachsen fördere als einziges Bundesland die Zusammenarbeit von Landwirten und Imkern mit 100 Euro pro Hektar. Jeder Landwirt müsse während seiner Ausbildung etwas über die Wichtigkeit der Bienen erfahren.

Otte-Kinast stellte am Montag den diesjährigen Ertrag der Bienenstöcke im Garten des Agrarministeriums in Hannover vor. Seit 2015 betreut eine Imkerin dort drei Bienenstöcke mit insgesamt rund 150.000 Bienen. Sie erzeugten etwa 80 Kilogramm Honig - laut Otte-Kinast eine Rekordernte. (2195/02.07.18)