Kultur
Ubbelohdes Märchenbilder sind wertvolles Kulturgut
Marburg, Goßfelden (epd). Das Land Hessen hat die Märchenbilder Otto Ubbelohdes als national wertvolles Kulturgut anerkannt. Die Sammlung zu den Märchen der Brüder Grimm sei in die Liste national wertvoller Kulturgüter aufgenommen worden, teilte der Landkreis Marburg-Biedenkopf am 15. Juni mit. Die Zeichnungen befinden sich im Eigentum des Landkreises.

Damit stünden die 449 Federzeichnungen Ubbelohdes auf einer Stufe mit der Skulptur des Fürsten vom Glauberg, der Himmelsscheibe von Nebra und der Gutenberg-Bibel, heißt es. Das Land nehme ein Kulturgut in die Liste national wertvoller Kulturgüter auf, wenn es besonders bedeutsam für das kulturelle Erbe Deutschlands und damit identitätsstiftend für die Kultur sei.

Die Kinder- und Hausmärchen wurden von den Brüdern Grimm gesammelt. Die Illustrationen in den erfolgreichsten Auflagen der Märchensammlung stammten von Otto Ubbelohde (1867-1922). Der aus einer Professorenfamilie stammende Ubbelohde wuchs in Marburg auf und ließ sich in Goßfelden nördlich von Marburg ein Atelierhaus bauen. Als Vorlage für seine Zeichnungen diente Ubbelohde oft die unmittelbare Umgebung, zum Beispiel der Rimberg im Lahntal in der Illustration für das Märchen Frau Holle.

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