Ethik
Psychiatrieanbieter Vitos begrüßt Urteil zur Fixierung
Kassel (epd). Die Vitos GmbH hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zur Fixierung von Patienten in der öffentlich-rechtlichen Unterbringung begrüßt. Eine solch eingreifende Maßnahme müsse der öffentlichen Kontrolle unterliegen, um Missbrauch zu verhindern und die Patientenrechte zu schützen, teilte das Unternehmen am 24. Juli in Kassel mit. Gleichzeitig sei es wichtig, dass die Behandler bei Notfällen oder gefährlichen Situationen eine praktische Handhabe besäßen.

Das wäre nach Darstellung von Vitos der Fall, wenn die ärztliche Anordnung für Fixierungen unter einer halben Stunde ausreicht und erst dann, wenn sie länger dauert, eine richterliche Anordnung notwendig ist. Praktisch wäre auch, wenn bei einer Fixierung in der Nacht die richterliche Anordnung auch am nächsten Morgen eingeholt werden könne, erklärte Vitos weiter. Das BVerfG gebe mit seinem Urteil dem Gesetzgeber nun einen Regelungsauftrag, die verfahrensrechtlichen Bestimmungen für die richterliche Anordnung freiheitsentziehender Fixierungen zu treffen.

Die Vitos GmbH ist die strategische Managementholding von zwölf gemeinnützigen Unternehmen. Alleingesellschafter ist der Landeswohlfahrtsverband Hessen. Diagnostik und Behandlung von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen in psychiatrischen, psychosomatischen und forensisch-psychiatrischen Kliniken ist die Kernaufgabe. Vitos ist nach eigenen Angaben der größte Psychiatrieanbieter in Hessen.

Internet: www.vitos.de

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