Soziales
Projekt zur Integration ausländischer Pflegekräfte gestartet
Fulda (epd). Die Hochschule Fulda, zwei Kliniken und zwei Träger von Kranken- und Altenpflegeeinrichtungen aus der Region wollen die Integration ausländischer Pflegekräfte verbessern. Dazu sollten die verschiedenen Integrationskonzepte miteinander verglichen und bewertet werden, etwa die Anwerbung der Kräfte, die Unterstützung beim Spracherwerb und die Vorbereitung des einheimischen Personals, teilte die Hochschule am 25. Juli mit. Anschließend sollten daraus Handlungsempfehlungen für Integrationsverantwortliche in anderen Pflegeeinrichtungen abgeleitet werden.

Problematisch sei zum Beispiel, dass es in den meisten Staaten keinen der deutschen Altenpflege vergleichbaren Ausbildungsgang gebe und die Pflegeausbildung akademisches Niveau besitze, sagte die Leiterin des Kooperationsprojekts, Beate Blättner. Über das, was Pflegetätigkeit ausmacht, bestünden deswegen ganz unterschiedliche Vorstellungen. Nicht selten fühlten sich hier die ausländischen Kräfte nicht sachverständig genug und wechselten in die Krankenpflege. Deswegen müssten bei deren Integration sowohl die Alten- als auch die Krankenpflege in den Blick genommen werden.

Integration sei dabei nicht gleichbedeutend mit einer Anpassung der Pflegekräfte an die bestehenden Arbeitsverhältnisse, fügte der Organisationssoziologe Heinrich Bollinger von der Fuldaer Hochschule hinzu. Vielmehr setze sie Veränderungen auf beiden Seiten voraus.

An dem Projekt "Integration internationaler Pflegekräfte" sind neben der Hochschule Fulda das Klinikum Fulda, das Herz-Jesu-Krankenhaus Fulda, die Arbeiterwohlfahrt Nordhessen und der Caritasverband für die Diözese Fulda beteiligt. Es läuft bis Ende 2022 und wird von der gleichnamigen Bund-Länder-Initiative mit knapp zehn Millionen Euro gefördert.

Internet: www.hs-fulda.de

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