Kultur
Museum Wiesbaden zeigt Frühwerk von Gerhard Richter
Wiesbaden (epd). Gerhard Richter gehört zu den bedeutendsten lebenden Malern, seine Werke erzielen auf dem Kunstmarkt Rekordpreise. Das Museum Wiesbaden zeigt vom 16. März bis 17. Juni eine Ausstellung mit rund 40 Arbeiten des 86-jährigen Künstlers aus den Jahren 1964 bis 1974, wie das Museum am 22. Februar dem Evangelischen Pressedienst (epd) mitteilte. Sieben davon stammten aus der eigenen Sammlung. Die Schau "Gerhard Richter. Frühe Bilder" war in abgespeckter Form bereits im Kunstmuseum Bonn und dem Stedeliijk Museum voor Actuele Kunst im belgischen Gent zu sehen.

Schwerpunkt der Wiesbadener Schau seien die Tür-, Vorhang- und Fensterbilder der 1960er Jahre, mit denen Richter malerisch seine Bildskepsis zum Ausdruck brachte, teilte das Museum weiter mit. Diesen Arbeiten würden ausgesuchten Landschaften und Porträts gegenübergestellt, etwa den Bildern "Mondlandschaft II" (1968), "Seestück" (bewölkt) aus dem Jahr 1969 sowie einem Porträt von Königin Elisabeth (1967).

Der 1932 in Dresden geborene Richter lebt und arbeitet seit 1983 in Köln. Er war bereits 1966 zusammen mit Konrad Lueg, Sigmar Polke und Thomas Bayrle im Museum Wiesbaden zu Gast. Aus der damaligen Präsentation ist das Gemälde "Vorhang IV" (1965) zu sehen. Bekannt wurde Richter einer breiten Öffentlichkeit vor allem durch seine Fotobilder. Seit Anfang der 1960er Jahre begann er, Fotografien als Vorlage für Gemälde zu verwenden. Zugleich schuf er ein abstraktes Werk.

Öffnungszeiten: dienstags und donnerstags von 10 bis 20 Uhr sowie mittwochs, freitags, samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr.

epd lmw ds