Kultur
18. japanisches Filmfestival wird am 29. Mai eröffnet
Frankfurt a.M. (epd). Am Dienstag, 29. Mai, beginnt in Frankfurt am Main das 18. japanische Filmfestival "Nippon Connection". Bis Sonntag, 3. Juni, seien mehr als 100 neue Lang- und Kurzfilme zu entdecken, teilte das Festivalbüro am 24. Mai mit. Dazu würden rund 70 Schauspieler und Filmschaffende aus Japan erwartet. Zudem seien etwa 50 Kulturveranstaltungen abseits des Kinosaals geplant. Zum Abschluss werde die Schauspielerin Shinobu Terajima mit dem Festival-Preis 2018 geehrt. Die 1972 in Kyoto geborene Künstlerin erhielt unter anderem auf der Berlinale 2010 die Auszeichnung als beste Darstellerin für ihre Rolle in "Caterpillar" von Koji Wakamatsu.

Eröffnet wird das Festival am 29. Mai um 19.30 Uhr im Künstlerhaus Mousonturm mit der Deutschlandpremiere des Films "Mori, The Artist's Habitat" in Anwesenheit des Regisseurs Shuichi Okita. Die Komödie schildert einen Tag im Leben des japanischen Malers Morikazu Kumagai (1880-1977). Auch Hiroshi Takahashi, Drehbuch-Autor des Horror-Klassikers "The Ring", wird zum Festival anwesend sein. Er präsentiert mit "Occult Bolshevism" ein Experiment über eine außer Kontrolle geratene Geisterbeschwörung. Der beste Film dieser Sektion wird mit dem "Nippon Cinema Award" ausgezeichnet, der mit 2.000 Euro dotiert ist.

Das Festival zeigt auch wieder neue Animationsfilme wie "Lu Over the Wall" und "The Night Is Short" von Masaaki Yuasa. Die neue Programmsektion "Nippon Docs" rückt vielfältige dokumentarische Ansätze und Inhalte in den Fokus. Im Eröffnungsfilm der Sektion, "Love and Wolbachia", beschäftigt sich Sayaka Ono mit der Frage, wie Liebe jenseits von gewohnten Gender-Strukturen funktioniert. Die internationale Premiere des Films wird in Anwesenheit der Regisseurin gezeigt.

Die Sektion "Nippon Visions" bietet Raum für den Nachwuchs, aber auch für erfahrene Filmemacher. Zu sehen ist etwa "Wilderness" von Yoshiyuki Kishi. Basierend auf dem 1966 erschienenen Roman des Avantgarde-Autors Shuji Terayama erzählt der zweiteilige Film ein Boxer-Drama. In seinem Regiedebüt "Noise" blickt Yusaku Matsumoto hinter die glitzernden Fassaden der Metropole Tokio. Eine internationale Jury zeichnet den besten Langfilm aus den Sektionen Nippon Visions und Nippon Docs mit dem "Nippon Visions Jury Award" aus. Als Preis gibt es eine kostenlose Untertitelung.

Das japanische Filmfestival wird in überwiegend ehrenamtlicher Arbeit von einem Team des gemeinnützigen Vereins Nippon Connection organisiert. Es steht unter der Schirmherrschaft des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD) und des japanischen Generalkonsulats. Festivalzentren sind das Künstlerhaus Mousonturm und das Theater Willy Praml in der Naxoshalle. Weitere Veranstaltungen finden im Mal Seh'n Kino, im Kino des Deutschen Filmmuseums, im Naxos Atelier und im Ausstellungsraum Eulengasse statt.

Das vollständige Programm und Tickets sind auf der Festival-Website verfügbar.

Internet: www.nipponconnection.com

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