Kirche
Regionalbischöfin: Seelsorge darf nicht unter Aufgabenkatalog von Pfarrern leiden
Münchberg (epd). Die Seelsorge darf nach Ansicht der Ansbacher Regionalbischöfin Gisela Bornowski nicht unter den vielfältigen Aufgaben eines Pfarrers leiden. Dies forderte sie in ihrer Predigt anlässlich des achten Geburtstags der Seelsorgestiftung Oberfranken in der Münchberger Stadtkirche. "Die Liebe Gottes einfach unter die Menschen bringen, das ist unser Auftrag als Kirche", so Bornowski: "Und dazu gehört auch, Menschen seelsorgerlich zu begleiten."

Eine große Chance für diesen Auftrag sieht die Regionalbischöfin nicht nur in den ländlichen Gemeinden, in denen die "Beziehungsarbeit" der Pfarrer eine wesentliche Rolle spiele, sondern vor allem auch in den sogenannten "gestreckten Kasualien". Dazu gehören laut Bornowski in erster Linie Trauerbesuche nach der Beerdigung sowie Besuche bei Konfirmandeneltern.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Jahresgottesdienstes der Seelsorgestiftung Oberfranken unter dem Motto "Boden unter den Füßen" stand die Seelsorge für Menschen im ländlichen Raum. Die Gesellschaft habe derzeit gravierende ökologische Probleme zu lösen, zu denen wir alle beitragen, betonte die Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner anlässlich des Gottesdienstes. Dazu seien alle gefragt, aber in besonderer Weise die Landwirte als "Experten zur Problemlösung".

So gehöre es zum Auftrag der Kirche, für die Menschen in der Landwirtschaft da zu sein - sei es durch die Seelsorge in den Gemeinden oder aber durch die Unterstützung von Seiten der landeskirchlichen Dienste, wie zum Beispiel durch den bayernweiten Bauernnotruf, durch Dorfhelferinnen oder aber durch evangelische Landjugendgruppen.

Gegründet wurde die Seelsorgestiftung Oberfranken, die unter dem Vorsitz von Regionalbischöfin Dorothea Greiner steht, am 20. November 2010 mit dem Ziel, die seelsorgerliche Arbeit zu stärken und für die Zukunft zu sichern. Aus den Mitteln der Stiftung sollen in erster Linie die Telefonseelsorge Oberfranken mit Sitz in Bayreuth, aber auch andere Bereiche wie die Seelsorge in Krankenhäusern, Gefängnissen und Gemeinden gefördert werden. (00/4119/24.11.2018)

epd lbm bbi