Kirche
Regionalbischöfin: Reformationsgedenken soll weitergehen
Königsberg in Bayern (epd). Das Gedenken an 500 Jahre Reformation soll nach Auffassung der Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner nicht aufhören und muss ökumenisch sein. "Wir wollen nicht mehr anders lutherisch sein, als mit unseren katholischen Glaubensgeschwistern herzlich verbunden", sagte Greiner in Königsberg i. Bay. (Landkreis Haßberge) laut Predigttext. Die Kirchengemeinde Königsberg eröffnete am Sonntag ihre Reihe "Klang-Kontakte" und erinnerte gleichzeitig an eine wahrscheinliche Übernachtung des Reformators Martin Luther in der Stadt im Jahr 1518.

Greiner unterstrich, dass es zwar angebracht sei, Martin Luther anlässlich des Jubiläums zu feiern, oder auch Johannes den Täufer am Johannitag (24. Juni) und Maria, nach der die Königsberger Kirche benannt ist. Sie freue sich, dass die Königsberger Kirche eine Lutherstatue der Bildhauerin Anne Marie Reiser-Meyerweissflog erhalten wird. Das Gipsmodell war am Sonntag erstmals zu sehen. Das Wesentliche sei jedoch, Jesus Christus zu feiern, auf den Luther, Johannes und Maria hinwiesen.

Je wichtiger Menschen Christus nähmen, desto mehr Raum sei in ihrem Leben für die Liebe zu jedem anderen Menschen, zu Gott und auch zu sich selbst. "Wir werden nicht bigotter und weltabgewandter, sondern wir wenden uns anderen Menschen zu, so wie Christus sich helfend zugewandt hat", sagte die Regionalbischöfin. Luther unterstreiche, dass Gott die Menschen liebe, wie sie sind. Das zu erkennen gebe Menschen die Kraft, Gottes Willen liebevoll in die Tat umzusetzen. Solche Menschen seien wichtig für ihr Umfeld. (00/2073/24.06.2018)